Anonym surfen – Ultimativer Ratgeber
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Anonym surfen – Ultimativer Ratgeber

Websites sehen Ihre echte IP-Adresse: 34.205.93.2

Es gibt viele GrĂŒnde, warum man beim Surfen im Internet anonym bleiben will. Vielleicht möchten Sie diese unheimliche Werbung fĂŒr Dinge, die Sie vor kurzem gegoogelt haben, vermeiden. Oder vielleicht wollen Sie einfach nicht, dass Ihre IP-Adresse oder Ihre zuvor besuchten Websites in der Browser-Verlauf oder sonst irgendwo auftauchen. Was auch immer der Grund dafĂŒr ist, der Datenschutz im Internet ist ein umfangreiches  Thema.

Im Internet surfen - wortwörtlich

Vom Einschalten des Inkognito-Modus im Browser bis hin zu IP verschleiern und vielen weiteren Methoden – in diesem Ratgeber erfahren Sie ALLES, was Sie wissen mĂŒssen, um anonym im Internet surfen zu können.


Bevor wir genauer darauf eingehen, wie man unentdeckt surfen kann, ist es wichtig grob zu wissen, welche Informationen von Ihnen beim Surfen ĂŒberhaupt preisgegeben werden.

Folgende Daten können Websites in der Regel einsehen:

  • Betriebssystem (zB. Windows 10, macOS, Linux)
  • GerĂ€ttyp (zB. PC, Smartphone, TV, Konsole)
  • Hardware-Informationen (zB. CPU, Grafikkarte)
  • IP-Adresse (zB. 192.62.62.103)
  • UngefĂ€hrer Wohnort (zB. Berlin)
  • Webbrowser und installierte Plug-Ins
  • Social-Media Login-Status

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1. Inkognito-Fenster im Browser verwenden

Der Inkognitomodus verhindert Cookies & Browserverlauf
Der Inkognitomodus schrÀnkt Cookies & Browserverlauf ein

Wenn Sie einen Computer mit anderen Leuten gemeinsam nutzen – oder sich an einem öffentlichen Computer befinden – verhindert der Inkognitomodus, dass Ihr Browserverlauf auf dem Computer gespeichert wird, wodurch auch verhindert wird, dass die von Ihnen besuchten Websites spĂ€ter z. B. in einer automatisch vervollstĂ€ndigten Webadresse erscheinen (in der Suchleiste des Browsers)

Cookies von Dritten werden ebenfalls blockiert. Cookies von Erstanbietern (die Ihre AktivitÀten innerhalb einer Seite verfolgen, um beispielsweise Ihren Einkaufskorb oder Ihre PrÀferenzen zu verfolgen) werden beim Beenden der Browsersitzung permanent gelöscht, so dass beim nÀchsten Besuch dieser Website nicht mehr klar ist, dass Sie auch dort waren.

Was sind eigentlich Cookies? đŸȘ
Cookies sind kleine Textdatein, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Sie helfen in erster Linie bei der ordnungsgemĂ€ĂŸen Funktion von Internetseiten (zB. beim Einloggen in Accounts), werden aber auch verwendet, um AktivitĂ€ten von Besuchern zu analysieren (das ist fĂŒr Marketingzwecke wichtig)

Inkognitomodus bei Bildergebnis fĂŒr chrome icon Google Chrome aktivieren:

  1. Klicken Sie rechts oben im Browser auf die 3 Punkte (Einstellungen)
  2. Klicken Sie auf die SchaltflĂ€che “Neues Inkognito-Fenster”
    
oder auch mit der Tastenkombination “Strg + Shift + N”

Inkognitomodus bei Bildergebnis fĂŒr microsoft edge logo Microsoft Edge aktivieren:

  1. Klicken Sie rechts oben im Browser auf die 3 Punkte (Einstellungen)
  2. Klicken Sie auf die SchaltflĂ€che “Neues InPrivate-Fenster”
    
oder auch mit der Tastenkombination “Strg + Shift + P”

Inkognitomodus bei Firefox  aktivieren:

  1. Klicken Sie rechts oben im Browser auf die 3 Linien (Einstellungen)
  2. Klicken Sie auf die SchaltflĂ€che “Privates-Fenster”
    
oder auch mit der Tastenkombination “Strg + Shift + P”

2. Alle Cookies löschen oder blockieren

So löschen Sie Cookies bei Bildergebnis fĂŒr chrome icon Google Chrome:

  1. DrĂŒcken Sie “Strg + Shift + Entf”, um die Browserdaten zu öffnen
  2. Nun mĂŒssen Sie ein HĂ€ckchen bei “Cookies und andere Websitedaten” setzen.
  3. Rechts oben können Sie wÀhlen, in welchem Zeitraum die Cookies gelöscht werden sollen.
  4. Als letzten Schritt klicken Sie auf “Browserdaten löschen” und alle bis dato gesetzen Cookies werden gelöscht.

So blockieren Sie Drittanbieter-Cookies in Bildergebnis fĂŒr chrome icon Google Chrome:

  1. Klicken Sie rechts oben im Browser auf die 3 Punkte (Einstellungen)
  2. Klicken Sie auf den Unterpunkt “Einstellungen”
  3. Am Ende der Seite finden Sie den Punkt “Erweiterte Einstellungen anzeigen
”
  4. WĂ€hlen Sie bei “Datenschutz” die SchaltflĂ€che “Inhaltseinstellungen
” aus
  5. Aktivieren Sie den Punkt “Speicherung von Daten fĂŒr alle Websites blockieren” und setzen Sie den Haken bei “Drittanbieter-Cookies und Websitedaten blockieren”

Das Blockieren oder Löschen von Cookies stoppt zwar einige Arten des Trackings, aber nicht alle. Flash-Cookies oder so genannte Super-Cookies können mehr Informationen speichern und werden von Websites hinterlassen, auf denen Flash lÀuft, also fast jede Website mit Video-Inhalten. Diese Super-Cookies können Ihre Bewegungen in verschiedenen Browsern verfolgen und sogar Cookies von Drittanbietern wiederherstellen, die Sie zuvor gelöscht haben.

Was kann man gegen Flash-Cookies machen?

Laden Sie die kostenlose Software CCleaner herunter, um sowohl Flash als auch regulĂ€re Cookies zu löschen, aber seien Sie gewarnt – einige Websites verwenden Cookies von Drittanbietern, um Sie innerhalb der Website zu verfolgen, so dass Sie sich zB. bei sozialen Netzwerken neu einloggen mĂŒssen.

3. StandortĂŒbertragung im Browser deaktivieren

Fast alle Browser verfĂŒgen ĂŒber eine Funktion, die Ihren geografischen Standort an die von Ihnen besuchten Websites sendet, um Ihnen theoretisch relevantere, nĂŒtzlichere Erfahrungen zu liefern – z. B. damit eine Flugvergleichsseite automatisch weiß, von wo aus Sie buchen, oder damit Google mit nahegelegenen Suchergebnissen zurĂŒckkehren kann. Werbetreibende oder Websites können jedoch genau diese Informationen verwenden, um Ihr Anzeigenprofil zu ergĂ€nzen.

Wie funktioniert’s?

Lehnen Sie Standortanfragen von Websites ab, bei denen dies nicht unbedingt erforderlich ist. Die Standardoption ist zwar immer Opt-in, d. h. Ihr Browser fragt Sie beim ersten Mal, wenn eine Website Ihren Standort abfragt. Sie können die Funktion aber auch vollstÀndig deaktivieren:

Google Chrome Symbol Chrome:  Klicken Sie rechts oben auf “Einstellungen” → “Erweitert” → “Datenschutz & Sicherheit” → “Website Einstellungen”, und wĂ€hlen Sie, ob eine Website Ihren Standort verwenden darf, oder ob vorher nachgefragt werden soll.

Mozilla Firefox Firefox: Geben Sie “about:config” in die Adressleiste ein und dann “geo.enabled”. Doppelklicken Sie, um den Standort vollstĂ€ndig zu deaktivieren. Andernfalls fragt Firefox immer nach, bevor Ihr Standort an eine Website weitergegeben wird.

Standort-Tracking bei Mozilla Firefox deaktivieren (about:config -> geo.enabled)

Microsoft Edge Microsoft Edge: Diese Einstellung findet man nicht direkt in Edge. Sie mĂŒssen die Standortverfolgung ĂŒber die Haupteinstellungen Ihres Computers → “Datenschutz” ausschalten und dann nach unten scrollen, um Anwendungen auszuwĂ€hlen, die Ihren genauen Standort verwenden können. Hier Ă€hlen Sie bie Microsoft Edge “Aus”.

Standorteinstellungen fĂŒr Microsoft Edge (Windows Einstellungen)

Safari (Browser) Safari: “PrĂ€ferenzen” → “Datenschutz”, wo Sie die Ortungsdienste deaktivieren oder “bei jeder Website nachfragen” einstellen können.

4. Anonyme Suchmaschine verwenden

Mit einem Marktanteil von 81.5% gilt Google als die beliebteste Suchmaschine der Welt. Pro Monat werden mehrere Milliarden Suchanfragen verarbeitet. Das Unternehmen sammelt dabei Daten, um immer mehr personalisierte Suchergebnisse zu liefern, die fĂŒr die meisten von uns sehr relevant sind. Manche Leute meinen aber, dass dies zu einem verzehrten “Suchbild” fĂŒhren könnte und, dass man deswegen eventuell gewisse Websites nicht angezeigt bekommt.

Personalisierte Google-Suche ausstellen:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Google-Konto an
  2. FĂŒhren Sie eine Suche durch
  3. Klicken Sie auf das Zahnrad ⚙ → “Sucheinstellungen”
  4. Klicken Sie auf die Option “Personalisierte Ergebnisse nicht verwenden”
  5. Speichern Sie die Änderungen

DuckDuckGo – Die diskrete Suchmaschine

DuckDuckGo - Anonym suchen im Internet

Die Suche bei DuckDuckGo ist völlig anonym und exakt 0.00% personalisiert. Die kompletten Datenschutzrichtlinien finden Sie hier (aber mal ehrlich, wer liest sich das Zeug schon durch). Jedes Mal, wenn Sie bei DuckDuckGo eine Suchanfrage durchfĂŒhren, haben Sie eine leere Suchhistorie. So als wĂ€ren Sie noch nie dort gewesen.

Duckduckgo speichert absolut nichts, was eine Suche mit Ihnen persönlich in Verbindung bringen könnte. TatsĂ€chlich speichert die Suchmaschine nicht einmal etwas, das anonyme Suchen mit einer anonymen Suchhistorie verknĂŒpfen könnte, die in einigen FĂ€llen nachweislich deanonymisiert werden könnte (z.B. wenn Sie nach persönlichen Informationen ĂŒber sich selbst suchen).

Interessanter Fakt: DuckDuckGo weiß nicht einmal selbst genau, wie viel Benutzer ihre Suchmaschine verwenden. Wenn sie die Besucher zĂ€hlen wĂŒrden, wĂ€re der Dienst nicht mehr vollstĂ€ndig anonym. Coole Sache, oder? 😎

Zur Website: www.duckduckgo.com

Zu unserem Beitrag: Die 7 besten diskreten Suchmaschinen

Weitere anonyme Suchmaschinen, die wir empfehlen können:

5. Google Tracking verhindern

Durch die unzĂ€hligen Google-Dienste – Google Mail, YouTube, Google-Suche, uvm. – ist das Unternehmen in der einzigartigen Lage, ein Profil darĂŒber zu erstellen, wer Sie sind und was Ihnen gefĂ€llt. Dank der einheitlichen Datenschutzbestimmungen kann Google Sie ĂŒber alle Dienste hinweg verfolgen – einschließlich des Scannens Ihrer E-Mails – und diese gesammelten Informationen produktĂŒbergreifend nutzen, um Ihre Erfahrungen zu personalisieren (und zu verbessern).

Die Vorteile sind praktisch, wie z. B. das Erhalten von standortspezifischen Kalendererinnerungen. Was viele als Nachteil empfinden: Die gezielten Werbeanzeigen, die in der Regel Ihrem Onlineverhalten entsprechen.

Hier möchte ich jedoch anmerken:

Personalisierte Werbeanzeigen sind grundsĂ€tzlich nichts schlechtes. Werbung ist ĂŒberall im Netz, ob wir wollen oder nicht. Ich sehe lieber Anzeigen fĂŒr Produkte, die mich wirklich interessieren, als zB. eine Werbung fĂŒr Hundefutter, obwohl ich nichtmal einen Hund besitze
 Alexander Jakob

Sollten Sie dennoch anonym bleiben wollen, hier die Anleitung fĂŒr die Deaktivierung von allen Google-Tracking Maßnahmen:

Schritt 1:

  1. Gehen Sie zu Ihrem Google-Konto Google Konto - Symbol / Icon
  2. Klicken Sie im linken MenĂŒ auf “Daten & Personalisierung”Daten und Personalisierung - Symbol / Icon
  3. Klicken Sie bei “Personalisierte Werbung” auf “Zu den Einstellungen fĂŒr Werbung”
  4. Schalten Sie die personalisierten Anzeigen auf “Aus”

Personalisierte Werbung bei Google ausschalten

Schritt 2: Laden Sie das offizielle Google Analytics-Browser-Add-on herunter, um zu verhindern, dass Google Analytics Daten Ihrer AktivitĂ€ten fĂŒr seine Anzeigenpartner verwendet.

6. Java und ungenutzte Plug-Ins deaktivieren

Browser Plug-ins sind herunterladbare, kleine Programme, welche die FunkionalitĂ€ten Ihres Browsers erweitern, z.B. die Wiedergabe bestimmter Videos oder Animationen. (Diese sind nicht zu verwechseln mit Browser-Erweiterungen, die im Wesentlichen Webseiten sind, die Informationen innerhalb einer anderen Webseite laden). Leider sind auch zwei der am hĂ€ufigsten benötigten Plugins, Adobe Flash und Java, daran schuld, dass sie Details ĂŒber Ihren Browser preisgeben – nicht sehr gut, wenn man anonym im Internet bleiben möchte.

Insbesondere Java ist bekannt dafĂŒr, dass es dem Browser einen “Fingerabdruck” zuweist, indem es den Internetseiten Details wie Ihre IP-Adresse, heruntergeladene Schriftarten und mehr weitergibt.

Was ist ein Device-Fingerprint? đŸ“Č
Beim Device Fingerprinting betrachtet eine Website alle Merkmale Ihres GerĂ€ts (Marke und Modell Ihres GerĂ€ts, welchen Browser Sie benutzen, welche Plugins Sie installiert haben, in welcher Zeitzone Sie sich befinden usw.), bis sie genĂŒgend Informationen hat, um es zu identifizieren und zu verfolgen. Ihr GerĂ€t gibt diese Informationen weiter, um die von Ihnen besuchten Websites zu optimieren. Beispielsweise wollen Websites wissen, ob Sie einen Laptop oder ein Smartphone verwenden, damit es die richtige SchriftgrĂ¶ĂŸe und Bildschirmauflösung auswĂ€hlen kann. Dies kann ĂŒberraschend genau sein. Ob Ihr GerĂ€t einen leicht identifizierbaren Fingerabdruck hat, können Sie auf dieser Website testen.

Was kann man dagegen tun?

Da auch Plug-Ins hin und wieder dafĂŒr bekannt sind, Schadsoftware einzuschleusen, kann es keine schlechte Idee sein, sie zu deaktivieren. Speziell bei unbekannteren Plugins ist die Deaktivierung empfehlenswert. FrĂŒher brauchte die Mehrheit der Websites Java, um Animationen oder interaktiven Inhalte auszufĂŒhren. Heutzutage werden glĂŒcklicherweise immer mehr Websites mit Code erstellt, der von Browsern nativ ausgefĂŒhrt werden kann. Es ist also kein “Must-Have” mehr


Google Chrome Icon Chrome: Einstellungen → Datenschutz und Sicherheit → Website-Einstellungen. Dort finden Sie Java und Flash. Wir empfehlen Ihnen, beide zu deaktivieren. Wenn Sie hĂ€ufig eine Website verwenden, die Flash oder Java verwendet, können Sie unter Zulassen Websites hinzufĂŒgen, so dass sie nur auf genehmigten Websites ausgefĂŒhrt wird.

Mozilla Firefox Icon Firefox: Einstellungen → Addons wĂ€hlen Sie dann Plugins. Sie können wĂ€hlen, ob Sie die Plugins immer, nie oder nur nach Aufforderung zur Genehmigung aktivieren möchten.

Safari (Browser) Icon Safari: Gehen Sie zu Einstellungen → Sicherheit → Plugin-Einstellungen, um die einzelnen Plugins zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Microsoft Edge Icon Microsoft Edge: Gehen Sie zu Einstellungen → Erweitert. Dort können Sie Flash ausschalten. Es gibt keine UnterstĂŒtzung fĂŒr Java.

Wenn Sie auf bestimmten Websites Meldungen erhalten, dass Sie diese Plug-ins essentiell fĂŒr die Websitedarstellung sind, empfehlen wir Skript-Blocker-Erweiterungen wie “NoScript” (Firefox) oder “Script Blocker Ultimate” (Chrome). Diese stoppen standardmĂ€ĂŸig alle Flash- und Java-Sites, mit Optionen zum Erstellen einer Whitelist (Ausnahmeregelung) bei vertrauenswĂŒrdigen Websites.

7. VPN verwenden (IP-Adresse verbergen)

Alle bereits genannten Methoden eignen sich hervorragend, um Tracking-Cookies zu umgehen, die ein Online-Profil von Ihnen fĂŒr Marketingzwecke erstellen. Sie können aber dennoch ĂŒber die IP-Adresse Ihres Browsers verfolgt und identifiziert werden. IP-Adressen können Ihren ungefĂ€hren Standort preisgeben, ebenso wie oft Sie bestimmte Websites besuchen.

Um etwas mehr AnonymitĂ€t im Internet zu erreichen, verschleiert bzw. maskiert ein Virtual Private Netzwerk (VPN) Ihre IP-Adresse und weist Ihnen eine neue zu. Dadurch scheint es so, als wĂŒrden Sie von einem anderen Ort aus surfen. Jedes Mal, wenn Sie sich in das VPN einloggen, erhalten Sie eine neue IP-Adresse, wodurch verhindert wird, dass andere Personen (z. B. Ihr Arbeitgeber) ĂŒberwachen können, welche Websites Sie besuchen.

So funktioniert ein VPN (virtuelles privates Netzwerk)
So funktioniert ein VPN (virtuelles privates Netzwerk)

In LĂ€ndern, in denen bestimmte Websites verboten sind, wie z.B. China, nutzen viele Menschen VPNs, um ĂŒber IP-Adressen zu surfen, die scheinbar aus einem anderen Land stammen, um auf soziale Medien wie Facebook zuzugreifen. Wenn Sie hĂ€ufig öffentliches WLAN verwenden, ist ein VPN außerdem eine super Sache, um Ihre Daten zu schĂŒtzen.

Fun-Fact: In den USA kann das FBI nahezu jeden PC problemlos hacken – unabhĂ€ngig von der Verwendung eines VPN. đŸ˜Č

VPN vs. Proxy – Was ist der Unterschied?

  • Ein Proxy-Server maskiert Ihre IP-Adresse.
  • Ein VPN maskiert Ihre IP Adresse und verschlĂŒsselt die gesamte Verbindung.
Unterschied: VPN vs. Proxy-Verbindung
Unterschied: VPN vs. Proxy-Verbindung

Gibt es kostenlose VPN-Anbieter?

Ja gibt es, allerdings sind diese grundsÀtzlich sehr instabil, eingeschrÀnkt und daher unzuverlÀssig.

Falls Sie es dennoch ausprobieren wollen, empfehlen wir Ihnen den Dienst Hide.me, der mit limitiertem Funktionsumfang kostenlos verfĂŒgbar ist. Pro Monat können Sie mit dem “Free-Tarif” maximal 2 Gigabyte Datenvolumen ĂŒber die VPN Verbindung verbrauchen. Außerdem stehen lediglich 3 Serverstandort zur Auswahl.

Darum ist NordVPN alles, was Sie brauchen

Wir haben den Dienst vollumfÀnglich getestet. Das ist das Fazit:

Der kostenpflichtige VPN Anbieter NordVPN ermöglicht Ihnen bestmögliche AnonymitĂ€t im Internet. Sie mĂŒssen sich keine Sorgen mehr machen, dass irgendjemand weiß, was Sie online machen. Mit nur einem Klick erhĂ€lt Ihr PC eine neue IP aus ĂŒber 5634 Servern in 58 verschiedenen LĂ€ndern (312 davon in Deutschland).

Die wichtigsten Vorteile:

  • Verschleiern der IP Adresse
  • “CyberSec” Werbeblockierung
  • DNS-Leak Schutz & IPV6-Leak Schutz
  • Doppelte VPN-Verbindung fĂŒr maximalen Schutz
  • blitzschnelle Geschwindigkeit
  • stabile Verbindung
  • auf Desktop, Android, iOS, Linux, uvm. verfĂŒgbar
  • auch fĂŒr Netflix geeignet
  • 6 gleichzeitige Anmeldungen pro Account
  • 256-Bit-VerschlĂŒsselung (MilitĂ€rstandard)
  • Internet-Kill-Switch [?]

Runtergerechnet zahlt man dafĂŒr lediglich 10 Cent pro Tag:

So viel kostet der VPN-Service 'NordVPN', wenn Sie den Geburtstagsdeal nutzem

NordVPN bietet jedem Nutzer außerdem eine 30-Tage Geld-zurĂŒck-Garantie. Man kann den Dienst also vollumfĂ€nglich ausprobieren und sich ein eigenes Bild davon machen.

70% Rabatt Geburtstagsdeal einlösen (nicht mehr lange)

Zum JubilĂ€um gibt es bei NordVPN eine Rabattaktion mit bis zu 70%. Der Deal ist nur mehr wenige Tag verfĂŒgbar..

8. Tracking von sozialen Netzwerken verhindern

Es ist kein Geheimnis, dass soziale Netzwerke Unmengen an Informationen ĂŒber uns sammeln, die darauf basieren, was wir auf ihren Seiten tun – Dinge, die wir mögen und wonach wir suchen. Aber Seiten wie Facebook, Twitter und LinkedIn verfolgen die Benutzer selbst außerhalb der Plattformen.

Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie auf SchaltflĂ€chen fĂŒr die gemeinsame Nutzung von sozialen Medien klicken, wie z. B. eine SchaltflĂ€che wie Facebook oder eine SchaltflĂ€che fĂŒr die gemeinsame Nutzung von Twitter. Aber selbst wenn Sie keine Inhalte freigeben, werden die Informationen allein durch den Besuch einer Webseite, die solche SchaltflĂ€chen enthĂ€lt, an das Mutterschiff zurĂŒckgeschickt, so dass die Werbetreibenden weiterhin dieselbe Werbung fĂŒr jemanden zeigen können, der ihre Webseite besucht und verlassen hat (vielleicht weil er auf der Webseite geblĂ€ttert, aber nicht gekauft hat).

Facebook, das ein eigenes mobiles Werbenetzwerk betreibt, verwendet eine Alternative zu einem Tracker, der als Conversion-Pixel bezeichnet wird und den Werbetreibenden hilft, die Anzahl der Klicks oder VerkĂ€ufe zu verfolgen. Die Informationen gehen zurĂŒck auf Facebook, unabhĂ€ngig davon, ob die Website des Werbetreibenden eine Facebook-SchaltflĂ€che hatte.

Wie deaktiviere ich es?

  • Facebook: Gehen Sie zu “Facebook-Einstellungen” → “Werbung”, um zu kontrollieren, ob die Werbung auf der Grundlage Ihrer Klicks in und außerhalb von Facebook zielgerichtet ist
  • Twitter: “Einstellungen” → “Sicherheit” und Datenschutz, deaktivieren Sie dann das KĂ€stchen fĂŒr “Werbung anpassen
”
  • LinkedIn: “Datenschutz & Einstellungen” → “Konto” → “Verwaltung der WerbeprĂ€ferenzen”

In jedem dieser FĂ€lle erhalten Sie keine Werbung, die auf Ihrem Browsen basiert, aber Sie werden trotzdem verfolgt, angeblich aus SicherheitsgrĂŒnden. (Einige Websites, darunter Twitter, halten sich jedoch an die Einstellung “Nicht verfolgen” in den Datenschutzeinstellungen Ihres Browsers, was bedeutet, dass sie Ihre Anwesenheit auf ihrer Website nicht protokollieren).

Hier gelangen Sie zum Facebook-PrivatsphÀre Ratgeber.

9. Einen anonymen Browser verwenden

Wie bereits erwĂ€hnt, können Sie mit diesem Tool testen, wie sicher Ihr aktueller Browser gegen externes Tracking ist. Sollten Sie gerade mit Google Chrome unterweg sein, können Sie sich bestimmt schon denken, wie die Antwort lautet


panopticlick.eff.org - Testbergenis Browser-Sicherheit bzw. AnonymitÀt

Die Risiken von Chrome Google Chrome Icon fĂŒr die PrivatsphĂ€re

Google Chrome ist bei weitem der beliebteste Webbrowser. Mehr als 60 Prozent des Webverkehrs werden von von ihm verarbeitet. FĂŒr anonymes Surfen ist das ein großes Problem, da Chrome jede Aktion, die Sie online durchfĂŒhren, im Auge haben könnte. Sofern Sie Ihre Google-Datenschutzeinstellungen nicht Ă€ndern, zeichnet Chrome jede von Ihnen besuchte Website auf, damit Google Ihnen gezielte Anzeigen schalten kann.

Noch schlimmer ist, dass Chrome kaum etwas macht, um andere Werbetreibende und Tracker daran zu hindern, Sie mit Cookies oder “Fingerprints” zu ĂŒberwachen. Die Washington Post berichtete im letzten Jahr, dass Chrome pro Woche durchschnittlich ĂŒber 11.000 Tracker sammelt. (Quelle)

Wir haben ausfĂŒhrlich recherchiert, sowie getestet und prĂ€sentieren Ihnen nun die drei besten Webbrowser, die speziell fĂŒr anonymes Surfen enwtickelt wurden


Platz 1: Epic Privacy Browser

Der Epic-Browser basiert auf dem Chrome-Browser, aber mit speziellen Datenschutzeinstellungen: Cookies von Drittanbietern werden automatisch blockiert, der Such- und Browserverlauf wird nie protokolliert und Tracking wird blockiert. Sie werden zwar immer noch Werbung sehen, aber ohne Personalisierung – und die Homepage zeigt einen faszinierenden ZĂ€hler an, der anzeigt, wie viele Tracker heute versucht haben, Ihre Bewegungen zu protokollieren.

Cooles Side-Feature: Die Startseite zeigt einen ZÀhler an, der anzeigt, wie viele Tracker heute bereits versucht haben, Ihre AktivitÀten zu protokollieren.

Hier können Sie den Browser runterladen (Version 79.0)

Platz 2: Brave Browser

Der Brave-Browser wurde so konzipiert, um Datenschutz fĂŒr jeden so einfach wie möglich und gleichzeitig sicher zu halten. Es handelt sich um einen Open-Source-Internetbrowser, der auf Chromium (einer Open-Source-Version des Chrome-Browsers) aufbaut. Das bedeutet, dass der Wechsel fĂŒr Chrome-Benutzer kinderleicht ist. Er ist fĂŒr Windows, Android und iOS verfĂŒgbar.

Im Gegensatz zu Chrome sammelt Brave jedoch keine Daten ĂŒber Ihre Online-AktivitĂ€ten. Ihre Daten bleiben 100% privat und ausschließlich auf Ihrem GerĂ€t.

Brave macht auch das Blockieren von Trackern einfach. Anstatt die Benutzer zu zwingen, zu entscheiden, welche Plugins und Browser-Erweiterungen sie herunterladen sollen, ist Brave voll ausgestattet. Er blockiert automatisch alle Cookies von Drittanbietern und Werbe-Cookies. Weil HTTPS Everywhere integriert ist, stellt Brave sicher, dass alle Ihre Verbindungen ĂŒber HTTPS-verschlĂŒsselt sind. Brave bietet außerdem einen Fingerprint-Schutz im Browser. Das fĂŒhrt nebenbei auch dazu, dass der Browser wahnsinnig schnell lĂ€uft.

Das Unternehmen verfolgt außerdem ein soziales Ziel: Es will Websites dazu ermutigen, sich nicht auf personalisierte Werbung zu verlassen. Brave hat ein System eingefĂŒhrt, das es Ihnen ermöglicht, die Ersteller der von Ihnen besuchten Websites direkt zu belohnen.

Es heißt Brave Rewards und verwendet ein Utility-Token, das als Basic Attention Token bezeichnet wird und es Ihnen ermöglicht, die Websites, die Sie am hĂ€ufigsten besuchen, anonym zu belohnen. Brave hat auch eine Opt-in-Funktion, mit der die PrivatsphĂ€re der Brave Ads gewahrt wird, und Benutzer, die diese Anzeigen ansehen, verdienen 70% der Anzeigeneinnahmen, die sie dann zur Belohnung ihrer Lieblings-Online-Ersteller verwenden können.

Platz 3: Tor Browser

Der Tor-Browser basiert auf Firefox, wurde aber stark umfunktioniert und speziell fĂŒr den Betrieb mit dem Tor-Netzwerk kalibriert. VerfĂŒgbar ist er fĂŒr Windows, Android und iOS.

Wenn Sie Tor verwenden, wird Ihr Datenverkehr dreimal verschlĂŒsselt und zwischen drei Tor-Servern hin und her geleitet, bevor er Ihre gewĂŒnschte Webseite erreicht. Die VerschlĂŒsselung wird so gehandhabt, dass kein Server weder Zugriff auf Ihre IP-Adresse, noch auf die von Ihnen besuchte Webseite hat.

Dies macht es Tor unmöglich, Aufzeichnungen ĂŒber Ihre Online-AktivitĂ€ten zu fĂŒhren, und jedes Mal, wenn Sie Ihre Sitzung schließen, löscht der Browser Ihren Cookie-Cache, sowie den Browserverlauf. Der Browser selbst ist so formatiert, dass er FingerabdrĂŒcke verhindert. Auch alle Arten von Tracking werden standardmĂ€ĂŸig blockiert.

Leider blockiert er (bei Standardeinstellung) auch viele Plugins, auf die Websites angewiesen sind wie u.a. JavaScript. JavaScript kann Benutzerinformationen preisgeben, wird aber bei den meisten Websites einfach fĂŒr eine bessere FunktionalitĂ€t verwendet. Die Verwendung von Tor kann auch bedeuten, dass man endlose CAPTCHA-ÜberprĂŒfungen durchfĂŒhrt, wenn man versucht, auf grĂ¶ĂŸere Seiten zuzugreifen. Schließlich ist der Tor-Browser wegen der zusĂ€tzlichen VerschlĂŒsselung viel langsamer als andere Browser.

Weitere Empfehlung: Opera Browser (VPN integriert)


Diese Browser-Erweiterungen könnten Ihnen auch helfen:

  • uBlock Origin – Ein leistungsfĂ€higer Blocker fĂŒr Werbung und Tracking.
  • HTTPS Everywhere – Dies erzwingt eine HTTPS-Verbindung mit den von Ihnen besuchten Websites.
  • uMatrix – Obwohl dies fĂŒr viele Benutzer ĂŒbertrieben sein mag, gibt Ihnen dieses leistungsstarke Add-on die Kontrolle ĂŒber Anfragen, die Sie auf verschiedenen Websites verfolgen.
  • Decentraleyes – SchĂŒtzt vor der Nachverfolgung durch Dritte ĂŒber Content-Delivery-Netzwerke (CDNs).
  • Cookie AutoDelete – Löscht die unerwĂŒnschten Tracking-Cookies.
  • Privacy Badger – Ein weiteres Add-on der Electronic Frontier Foundation, Privacy Badger, blockiert Spionagewerbung und Tracker.
  • NoScript – Dies ist ein Skript-Blocker, mit dem Sie steuern können, welche Skripte auf den von Ihnen besuchten Websites ausgefĂŒhrt werden.

10. Einen anonymen E-Mail-Provider benutzen

Wenn Sie nicht wollen, dass die riesigen Tech-Player wie Google Ihre E-Mail AktivitĂ€ten auswerten, macht es durchaus Sinn, auf anonyme E-Mail Anbieter zurĂŒckzugreifen. Folgende drei Dienste haben wir unter die Lupe genommen:

Platz 1: ProtonMail

ProtonMail ist einer der beliebtesten Anbieter fĂŒr sichere E-Mails. Es verwendet PGP-VerschlĂŒsselung, um Ihre E-Mails zu verschlĂŒsseln, noch bevor sie gesendet werden. Dieser E-Mail-Anbieter hat auch eine Null-Kenntnis-Politik, was bedeutet, dass niemand, nicht einmal die Mitarbeiter von ProtonMail, in Ihren Nachrichten herumschnĂŒffeln dĂŒrfen bzw. können. Leider verschlĂŒsselt ProtonMail Ihre Metadaten, Kopfzeilen oder Betreffzeilen nicht.

Sie mĂŒssen auch keine persönlichen Informationen eingeben, um ein Konto zu erstellen. Sie haben jedoch die Möglichkeit, eine Wiederherstellungs-E-Mail zu verknĂŒpfen, falls Sie Ihr Passwort vergessen haben.

Das beste Feature: Man kann selbstzerstörende Nachrichten erstellen, die nach einer bestimmten Zeit automatisch verfallen und nicht mehr lesbar gemacht werden.

Ein kostenloses Konto bietet Ihnen 500 MB Speicherplatz und Sie können bis zu 150 Nachrichten pro Tag versenden.

Platz 2: Tutanota

Tutanota ist eine weitere beliebte Wahl unter den Experten fĂŒr Online-Sicherheit und Datenschutz. Sie verwenden einen eigenen VerschlĂŒsselungsstandard und verschlĂŒsseln nicht nur Ihre E-Mails, sondern Ihren gesamten Posteingang, einschließlich der Betreffzeilen Ihrer E-Mails und Ihrer Kontaktliste. Tutanota bietet eine Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung zwischen seinen Benutzern, aber wenn Sie es brauchen, können Sie auch verschlĂŒsselte Nachrichten an Nicht-Benutzer senden. Diese benötigen jedoch ein vorher festgelegtes Passwort, um sie zu entschlĂŒsseln.

Sie mĂŒssen keine persönlichen Daten eingeben, um Ihr Konto zu erstellen, und der kostenlose Plan bietet Ihnen einen großzĂŒgigen Speicherplatz von 1 GB. Tutanota entfernt auch Ihre IP aus Ihren E-Mails, so dass selbst dann, wenn es jemandem gelingt, in Ihrem Datenverkehr zu schnĂŒffeln, er Sie nicht finden kann. Die Software von Tutanota ist ebenfalls quelloffen, d.h. sie ist kostenlos und jeder kann in ihren Code schauen.

Platz 3: Secure Mail

Secure Email ist ein großartiger anonymer E-Mail-Dienstleister, der Ihre E-Mails mit einer leistungsstarken 4096-Bit-VerschlĂŒsselung verschlĂŒsselt und dann SSL-VerschlĂŒsselung verwendet, um sicherzustellen, dass niemand bei der Übertragung schnĂŒffeln kann. Sie mĂŒssen auch keine persönlichen Informationen weitergeben, um Ihr Secure Email-Konto zu erstellen.

Secure Email kooperiert nicht mit dem US-amerikanischen PRISM-Überwachungsprogramm und ist sehr offen in Bezug auf deren Datenschutzrichtlinie. Sie protokollieren Ihre IP-Adresse nicht, was bedeutet, dass sie keine persönlichen Informationen ĂŒber Sie haben und keine Informationen an Regierungen oder SchnĂŒffler weitergeben können.

👉 Hier finden Sie die Liste der besten kostenlosen E-Mail Anbieter (2020)

11. Ein anonymes Betriebssystem verwenden

Unsere Empfehlung: Tails OS

Tails ist eine auf Debian basierende Linux-Distribution, die PrivatsphĂ€re und AnonymitĂ€t bieten soll. Alle ausgehenden Verbindungen werden durch das Tor-Netzwerk geleitet, und alle nicht-anonymen Verbindungen werden blockiert. Das System ist so konzipiert, dass es von Live-CD oder Live-USB startet und keine Spuren auf dem Rechner hinterlĂ€sst, auf dem es benutzt wurde. Das Tor-Projekt ist der Hauptsponsor von Tails. Dieses Betriebssystem wird von der Freedom of the Press Foundation zur Verwendung empfohlen und wurde auch von Edward Snowden zur EnthĂŒllung von PRISM verwendet.

Dieses Betriebssystem kann sehr schnell starten. Nach der Erstellung eines Flash-Laufwerks dauert es 1-2 Minuten, um auf das Internet zuzugreifen. Sie sollten jedoch nicht viel FunktionalitĂ€t von Tails erwarten. Es erlaubt Ihnen, sich schnell mit dem Tor-Netzwerk zu verbinden, Messenger zu benutzen und sich ĂŒber einen sicheren Kanal zu verbinden, Passwörter zu generieren und zu speichern und Metadaten-Dateien zu löschen.

Tails OS Betriebsystem fĂŒr Online-AnonymitĂ€t
Tails OS Betriebsystem fĂŒr Online-AnonymitĂ€t

Die Haupaufgabe von Tails ist es, die AnonymitÀt und Sicherheit des Benutzers im Netzwerk zu gewÀhrleisten und gleichzeitig den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit zu bewahren. Und das gelingt ihm recht gut. Das gesamte System arbeitet im Live-Modus, der in den RAM hochgeladen wird. Tails wird nicht auf SSD oder HDD installiert. Nach der Sitzung ist es unmöglich festzustellen, was der Benutzer auf dem Computer gemacht hat, selbst wenn jemand vollen Zugriff auf das GerÀt erhÀlt.

Es wird nicht empfohlen, Tails als permanentes Betriebssystem zu verwenden. Nach dem Herunterfahren oder Neustart des Systems werden alle heruntergeladenen Dateien, die Browser-Historie usw. – dauerhaft gelöscht.

Sie können eine persistente verschlĂŒsselte Partition erstellen und darauf Passwörter und Dateien verschiedener Art speichern, aber diese Dateien sollten nicht sehr empfindlich sein.

Um Tails ausfĂŒhren zu können, benötigen Sie ein GerĂ€t mit mindestens 1 GB RAM und einen altmodischen Prozessor. Optimale GerĂ€tespezifikationen fĂŒr Tails: 8 GB RAM und ein 2-Kern-Prozessor.

Die Installation von Programmen von Drittanbietern ist nicht die starke Seite dieses Betriebssystems. Die Installation von Anwendungen auf Tails ist nicht die angenehmste Sache. Es gibt oft unvorhergesehene Fehler, auch wenn alles richtig gemacht wird. Es kann passieren, dass nach mehreren Neustarts Ihre installierte Software einfach verschwindet. Wenn Sie systematisch mit Software von Drittanbietern arbeiten mĂŒssen, ist es am besten, eine eigene Distribution zu erstellen, die Ihren BedĂŒrfnissen entspricht.

Das Ziel von Tails ist es, keine Spuren zu hinterlassen, alles andere als der Zugriff auf das Tor-Netzwerk und das Speichern von Dateien kann ein Problem sein. Es ist am besten, Tails fĂŒr den schnellen Zugriff auf das Netzwerk, die Verbindung zu einer entfernten Web-Ressource, die Arbeit mit Dokumenten, die Kommunikation ĂŒber einen verschlĂŒsselten Kanal, das Senden und Empfangen von Krypto-WĂ€hrungen zu verwenden.

Die Vorteile von Tails OS:

  • Funktioniert mit jeder Hardware
  • Schneller Netzwerkzugriff (Tor, Instant Messenger)
  • Eingebautes Werkzeug zur Bereinigung von Metadaten
  • Generierung und Speicherung von Passwörtern
  • Eingebaute Instant-Messenger

Die Nachteile:

  • Schwierige Installation
  • Probleme bei der Installation von Software Dritter
  • Nicht geeignet fĂŒr die Speicherung sensibler Dateien
  • Nicht als dauerhaftes Betriebssystem geeignet

Fazit

Abschließend lĂ€sst sich sagen, dass es wahnsinnig aufwendig ist, online anonym zu bleiben. Keine der hier erwĂ€hnten Methoden ermöglicht es, zu 100% anonym zu surfen, da jeder irgendwo auf irgendeine Art seine Spuren hinterlĂ€sst.

Wir hoffen dennoch, dass wir Ihnen mit diesem umfangreichen Ratgeber weiterhelfen konnten. Falls Sie noch offene Fragen haben, stellen Sie diese einfach in den Kommentaren. Ansonsten wĂŒrden wir uns sehr freuen, wenn Sie diesen Beitrag mit einem Freund teilen wĂŒrden. 🙂👍


WeiterfĂŒhrender Artikel: NĂŒtzliche Tools fĂŒr mehr Online-Sicherheit

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Verfasst von
Alexander Jakob

whirlpool-king.de

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Thomas
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Thomas

SpitzenmĂ€ĂŸiger Artikel. Sehr gut veranschaulicht. Bin echt am ĂŒberlegen, ob ich mir ein VPN Dienst hole 👍